Leserbrief zum Thema Infraschall / Windkraft / Atomkraft

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Zum Leserbrief von Herrn Dr. Olaf Hähner in Westfalenpost / Westfälischer Rundschau zur Windkraft folgende Stellungnahme von Clemens Bernemann:

Die dort getätigten Äußerungen dürfen nicht unwidersprochen bleiben.
Sowohl der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages (8 -3000 -099/19) als auch ein Medizinreport im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl 2019; 116(6): A-264 / B-219 / C-219) nehmen die Wirkungen von Infraschall auf die Gesundheit des Menschen sehr ernst.

Im Ärzteblatt finden sich deutliche Hinweise u. a. darüber, dass Infraschall die Muskelkraft und damit die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt.
Auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages schließt sich Erkrankungen des Innenohres und des Gleichgewichtsorgans durch Infraschall-Schädigungen an.
Die Gefahren des Infraschalls als Nonsens herabzustufen, verletzt alle Menschen, die darunter leiden.
Das 1,5-Grad-Ziel von Paris wurde von der EU unterzeichnet und stellt somit kein deutsches Alleinstellungs-Phänomen dar. Deswegen gibt es auch Alternativen zum überbordenden Ausbau der Windkraft. Ohne Atomkraft geht es nicht. In China, Indien, Russland und den USA sind mehr als 80 Kernkraftwerke in Planung. In Großbritannien, Finnland, Ungarn und selbst in der Ukraine gibt es Projekte. Und auch Polen will in die Kernkraft einsteigen. In Abwägung der Ansteuerung der Klimaziele, wie sie das Abkommen von Paris vorgeschrieben hat und der Gefahren durch Atomkraft entscheiden viele Länder sich für die Kernenergie und nicht für den deutschen Weg mit Windkraft. Angesichts der europäischen und globalen Vorgehensweisen – Frankreich zählt auch ganz wesentlich dazu – erscheint das deutsche Modell doch sehr provinziell.
Sollte wirklich das 1,5 Grad-Ziel, wie Dr. Hähner es wünscht, allein durch „PV- und Windkraftausbau“ erreicht werden, gäbe es keine freien Waldflächen mehr. Der grüne Strom, der derzeit in Deutschland rund um die Uhr gewonnen wird, müsste beispielsweise allein der chemischen Industrie zur Verfügung stehen, wenn diese schon jetzt darauf zu setzen hätte. Angesichts dieses Beispiels kann jeder ermessen, welche Konsequenzen für Wirtschaft und Verbraucher aus solchen Forderungen folgen.

Clemens Bernemann, Finnentrop

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